schlaf, Kindlein schlaf

Es gab mal eine Zeit (…) da war die Schweiz ein Vorreiter im Klimaschutz. Wir waren eines der ersten Länder mit einem verbindlichen CO2-Gesetz, d.h. mit einer verpflichtenden Senkung der Emissionen gemäss Kyoto. Seither schläft die Schweiz. Während der Bundesrat nun Ende August 2009 eine Senkung von mindestens 20 Prozent bis 2020 verschlägt, geht heute sogar die EU weiter. Einmal mehr ist die Schweiz nur mehr ein Zuschauer.

Der Uno-Weltklimarat (IPCC) sagt: Eine Erderwärmung um 2 Grad kann das Ökosystem der Erde aus dem Gleichgewicht bringen, es sei denn wir reduzieren unseren Ausstoss von Treibhausgasen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent. So hat sich Schweden ein Reduktionsziel von satten 40 Prozent gesetzt.

Solche Ziele lassen sich in der Schweiz nicht erreichen. Solange die grösste Partei, die SVP, in ihrem Klimapositionspapier die Erderwährmung natürlichen Schwankungen zuordnet. Und solange der Wirtschaftsverband Economiesuisse die Entwicklung der Wirtschaft in Gefahr sieht.

Dass es sich dabei um eine grosse Chance handelt, weil zum Beispiel Arbeitsplätze in der Umweltindustrie geschaffen werden und Innovationen entstehen, merkt in der Schweiz wieder einmal (fast) keiner.

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