Erneuerbare Energie – Bauvorschriften lockern

Ich bin stolz auf die Stadt Luzern und auch die GLP trägt Sorge zum Kulturgut Altstadt. Doch ein ganz wichtiger Aspekt ist auch, dass in und mit diesem kulturellen Gut auch gelebt wird. Ein Leben in einem Museum ist nicht erwünscht. Auch in der Vergangenheit ist die Stadt Luzern stets weitergebaut, umgebaut und ausgebaut worden. Selbstverständlich werden dabei die Interessen der Denkmalpflege berücksichtigt. Aber sie sollen nicht als Argument dienen, um den Fortschritt per se zu verhindern. Warum mit allen Mitteln versucht wird, die Erneuerbaren aus den Gassen der Stadt zu verbannen, verstehen wir nicht.

Für uns sind Solaranlagen keine modernen Habsburger, die es zu bekämpfen gilt. Selbstverständlich hat auf der Kapellbrücke eine Solaranlage nichts zu suchen; da sind hoffentlich alle hier der gleichen Meinung. Doch warum nicht eine gut integrierte Fotovoltaikanlage auf dem Rathaus? Dann könnte zumindest im Sommer ein Teil des Strombedarfs, der jetzt gebraucht wird, damit die Ratsmitglieder nicht allzu stark frieren, wieder hereingespielt werden. Denn die schönen Kachelöfen sind nichts anderes als Elektrodirektheizungen. Sie sehen zwar schön aus, aber funktionieren mit Strom. Man werfe doch die Scheuklappen ab und stelle den Ortsbildschutz und die Erneuerbaren auf die gleiche Ebene. Wenn zwei Verhandlungspartner mit den gleichen Voraussetzungen am Tisch sitzen, werden sich sicher auch gute Lösungen finden lassen.

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